Du weißt genau, warum du gerade hier bist. Dein Herz schlägt schneller, sobald du meinen Namen liest, mein Outfit siehst oder nur an den Stoff meines neuen Kleides denkst, das du bezahlen wirst, ohne dass ich dich überhaupt danach fragen muss. Ich habe dich längst zerbrochen. Nicht mit Geschrei, nicht mit langen Nachrichten – sondern mit einem einzigen Blick, einem kleinen Video, einem Foto meiner Nägel, meiner Absätze, meiner Kurven, die du niemals anfassen darfst und trotzdem gehörst du schon lange mir. Ich habe dich neu geformt.
Aus einem normalen Typen mit Kontrolle wurde ein willenloser, stummer, dankbarer Zahlautomat, der nur dann ein gutes Gefühl bekommt, wenn er mich finanziell tiefer atmen lässt. Du bist nicht mehr „du“. Du bist mein Send, mein stilles Paypig, mein Luxus-Tribut, mein unsichtbarer Geldbeutel. Jedes Mal, wenn du stillschweigend überweist, ohne „Hallo“, ohne „bitte“, ohne Betteln um Aufmerksamkeit – genau dann zuckt mein Mundwinkel nach oben.
Das ist pure Macht. Kein „Danke schön“, kein „Wow, das ist heiß“ nötig. Nur dein Kontostand, der sinkt während meiner steigt. Das ist unser kleines, perfektes, stilles Ritual. Ich liebe die stillen Zahldeppen am meisten. Die, die einfach machen. Die einfach wissen, dass ihr einziger Wert für mich in den Ziffern liegt, die sie herschieben. Die, die es erregend finden, dass ich vielleicht gerade shoppen bin, Prosecco trinke, mir die Nägel machen lasse oder in einem Restaurant sitze – und dabei nicht einmal weiß, dass genau in diesem Moment dein Geld für mich arbeitet. Also los, mein Kleiner.
Kein Text. Kein Flehen. Kein „darf ich“. Nur der Betrag. Nur die Stille. Nur dein Kontostand, der sich für mich verbiegt. Schick. Leise. Hingebungsvoll und dann darfst du dich für einen winzigen Moment vorstellen, wie ich gerade lächle – weil du wieder genau das getan hast, wofür du existierst. Jetzt. Stumm und großzügig. Deine Herrin wartet bereits auf das nächste leise pling auf ihrem Handy.
